Unterwegs auf dem                Koblenzer Weihnachtsmarkt

An einem verschneiten Dezemberabend beschlossen meine Familie und ich, den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Alle waren sehr fröhlich und zugleich aber auch aufgeregt. Sogar mein kleiner Hund sprang an der Tür herum und freute sich wie ein kleines Kind. Als wir nach einer kurzen Autofahrt endlich am Markt ankamen, stieg mir sofort ein zuckersüßer, warmer Duft von gebrannten Mandeln in meine Nase. Es war ein schöner Duft, der noch umgeben war von anderen Gerüchen wie leckerem Glühwein, frisch gegrillten Bratwürsten und frischem Fisch. Und jedes Mal, wenn ein kalter Windzug an mir vorbeistrich, roch ich alles noch intensiver. Wir schlenderten über den bunten Weihnachtsmarkt und ich betrachtete die vielen Menschen und die strahlenden Lichter, die den ganzen Platz wunderschön hell erleuchten lassen.

 

 

Die Kälte und der Schnee interessieren mich an diesem Abend überhaupt nicht mehr, denn das warme,wohlige Gefühl löste sogar eine körperliche Wärme in mir aus. Kurz nachdem wir uns alle an einen der vielen Tische gestellt haben, kam auch schon meine Mutter mit einem heißen süßen Kinderpunsch. Als ich den ersten Schluck nahm, strahlte ich, denn es tat gut, etwas Heißes in den Magen zu bekommen. Und noch dazu schmeckte dieses Getränk wirklich himmlisch. Um mich herum hatte sich mittlerweile ein Menschenmeer gebildet und als ich in die durch Kälte rot angelaufenen Gesichter blickte, merkte ich jedem,von klein bis groß, die Freude an, denn es war auch nicht zu überhören, dass alle sehr glücklich waren, denn ständig ertönten in meinen Ohren lautes Gelache und teilweise auch Gesprächsfetzen von anderen Leuten. Langsam fing es an spät zu werden und umso später es wurde, desto kühler wurde es. Auch die Dächer von den vielen Ständen waren mittlerweile schneeweiß durch den starken Schneefall, der sich gebildet hatte. Meine Nase lief und die ersten Tränen fingen an über meine roten Bäckchen zu laufen. Ich blickte runter zu meinem Hund, der leicht ängstlich war wegen den vielen, ungewohnten Geräusche und Gerüche.

 

 

Auch ihm sah man trotz seines dicken, dichten hellbraunen Fells die Kälte deutlich an. Noch ein letztes Mal ließen wir unsere Tassen klirren beim Anstoßen auf diesen grandiosen Abend. Nach einer kurzen Weile beschlossen wir, noch ein letztes mal über den Weihnachtsmarkt zu flanieren. Wir machten einen kurzen, letzten Stopp an einem Süßigkeitenstand und ich durfte mir einen lecken Lebkuchen und süße Schokoerdbeeren holen. Schon nur beim Ansehen des Essens lief mir das Wasser im Mund zusammen, denn es war mein absolutes Lieblingsessen vom Weihnachtsmarkt. Auf der Heimfahrt bekam mein Hund auch noch einen Hundelebkuchen zur Belohnung dafür, dass er den ganzen Abend so brav war. Seine Glubschaugen strahlten und ich beobachtete ihn, wie er genüsslich sein Essen kaute. Als ich abends hundemüde in meinem warmen Bett lag, ließ ich alles in meinem Kopf noch einmal ablaufen und ich spürte wieder ein großes Gefühl von Freude. Morgen muss ich unbedingt meinen Freunden davon erzählen!

Dezember 2022,  Text: Laura Gosch, 9 c

Bilder: Frau Herz