Schülerbericht über den Theaterbesuch  „BEEFZ – eine gewaltbereite Dramödie“

„BEEFZ - eine gewaltbereite Dramödie“ ist ein Theaterstück. Eine Mischung aus Drama und Komödie. Es handelt sich um eine „Schulvorstellung unterwegs“ des Chawwerusch Theaters, das für seine besonderen Verdienste um die Politische Bildung in Rheinland-Pfalz 2024 den Bernhard-Sutor-Preis erhalten hat.  

 

Am 03. Dezember 2025 gastierte das Ensemble des Chawwerusch Theaters, gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz, an der Goethe-Realschule plus in Koblenz. Wir waren eingeladen und haben die Einladung gerne angenommen. Wir wollten dieses Theaterstück im Rahmen von „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ und des Sozialkundeunterrichtes besuchen.

 

Die 10c ist gemeinsam mit der AG „Demokratie leben“, Herrn Göddertz und Frau Rittscher mit dem Bus nach Koblenz gefahren. Nach der zweiten Stunde sind wir gestartet. Dort angekommen überquerten wir zunächst den Schulhof der Goethe-Realschule und fanden es toll mal einen anderen Pausenhof zu sehen, kennen wir doch eigentlich nur unseren eigenen. Da wir in der Pause ankamen fanden uns die Schüler auf dem Hof der Goethe-Realschule mindestens so interessant wie wir sie. 

 

In der Aula angekommen stellten wir fest, dass keine klassische Bühne aufgebaut war. Vielmehr saßen wir zum Teil auf der Bühne und die eigentliche Bühne war in der Mitte der Aula. Rundherum standen Stühle, die von Schülern unterschiedlicher Schulen aus Koblenz besetzt wurden.

Die zwei Schauspieler, die auf der Bühne spielten, spielten über eine Stunde ohne Pause durch. Wir fanden es beeindruckend, dass die Schauspieler so durchhielten und die Spannung halten konnten. Sie bewegten sich viel, zum Teil waren sie auch akrobatisch. Die Texte saßen und häufig mussten die zwei sich gegenseitig ganz schnell und spontan antworten. Ein Wort ergab das andere. Es war ja ein Zweimannstück mit einem dauerhaften Dialog – häufig Streit ….. Wie kann man sich nur so viel Text merken????

 

Das Theaterstück „BEEFZ“ ist eine konfrontative Spurensuche nach jugendlicher Gewaltbereitschaft und knöpft sich dabei auch gleich eine nicht minder aggressionsgeprägte Erwachsenenwelt vor. 

In dem Theaterstück geht es um Streit, gerne auch handgreiflich, um die Suche nach gewaltauslösenden Momenten, um Mobbing und deeskalierende Konfliktlösung. 

 

Die Schauspielerin und der Schauspieler stellten zwei Personen da, die sich seit der Kindheit kennen. Sie war im Stück zwei bzw. drei Jahre jünger als er. Die beiden begegneten sich als Erwachsene in einer Situation in der es zwischen den beiden durch gegenseitige Provokationen zu einem handgreiflichen Streit gekommen ist. Gemeinsam wurden jetzt zeitlich Rücksprünge in die Kindheit und Jugend der beiden gemacht. Durch Kleidungsstücke, die die Schauspieler, wie so nebenbei, änderten wurde deutlich, dass ein neuer zeitlicher Abschnitt in ihrem Leben angesprochen werden soll. Immer wieder so wurde uns schnell deutlich kam es bei Zusammentreffen der zwei zu Konflikten, die sie auch schon zu früheren Zeitpunkten mit unterschiedlichen Formen von Gewalt auslebten.

 

Aus den unterschiedlichen Situationen, die dargestellt wurden, wurde klar, dass Prägung in der Kindheit, unterschiedliche Ansichten, Einstellungen und Erwartungen der Eltern, der Schule aber auch eigene Erwartungen, Peergroups, die Macht, die ein Messer einem verleihen kann, Alkohol usw. schuld sein können, dass es zu Konflikten kommt.

 

In der Aula waren an dem Tag nur Schüler und während der gesamten Aufführung war es sehr ruhig. Manchmal war es schwer zu verstehen, dass wieder ein zeitlicher Sprung vorgenommen wurde, aber die Schauspieler waren sehr gut, das Thema interessant, wir wurden sehr gut mitgenommen und haben unterschiedliche Wege erkannt, wie und warum man in Konfrontationen geraten kann und wie schwer es sein kann wieder daraus zu kommen. Mal tragisch mal lustig und herzlich wurden wir mit einem sehr ernsten Thema konfrontiert. 

 

AG „Demokratie leben“ der Realschule plus auf der Karthause