Rhein trifft Donau

Rhein trifft Donau: Schülerbegegnung der Realschule Plus

 Koblenz-Karthause in Bratislava/Slowakei

 

Austausch über schulische Konzepte der Berufsorientierung und des Fremdsprachenerwerbs im Rahmen von ERASMUS

 

Darauf haben sie sich lange gefreut: im Rahmen ihres Projektes „KOBra – Working together in Europe 2016“ trafen sich die Schüler der ERASMUS- AG der Realschule plus auf der Karthause zu einem einwöchigen Aufenthalt an ihrer Partnerschule in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Gespannt starteten sie zusammen mit ihren Lehrern Karoline Herz, Mark Castellucci und Ingeborg Illner in die Woche.

 

Nach einem Bummel über den weihnachtlichen Markt in der Altstadt von Bratislava stand ein Besuch im Goethe-Institut von Bratislava an. Man besichtigte die dortige Bibliothek, lernte ihre Aufgaben zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Bratislava kennen und verstand langsam, warum die slowakischen Schüler fast alle ein sehr gutes Deutsch sprechen können. „Za kazarnou 2“, die Schule hinter der Kaserne,  so der Name der Koblenzer Partnerschule, legt großen Wert auf das Erlernen und die Förderung der deutschen Sprache und ist unter den Schulen in der slowakischen Hauptstadt, was das Deutschkonzept angeht, führend.

 

In der Slowakei herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit von über 29% (Stand 2015), wie der stellvertretende  Geschäftsführer der deutsch-slowakischen IHK dort ausführte. Die Ursachen für diese hohe Zahl  sind vielfältig. Einerseits fehlt ein enger Praxisbezug in dem bisherigen Ausbildungskonzept in der Slowakei, andererseits herrscht ein geringes Interesse an der technischen Ausbildung unter den jungen Leuten, woran unbedingt etwas verändert werden muss. Seit dem Jahr 2015/16 wird das alte Ausbildungskonzept nun grundlegend umorganisiert in enger Anlehnung an das deutsche Konzept der dualen Berufsausbildung. „Dual Pro“ – so nennt sich das Konzept in der Slowakei, das Schule und Betrieb erstmals eng verzahnt. Und damit öffnet sich für die Projektteilnehmer der Austausch über das Konzept der Berufsorientierung, das an der Koblenzer Schule ein fester Bestandteil des Schulprofils ist. In diesem Zusammenhang fand daher auch ein Besuch im VW Werk und der neu eröffneten Dualen Fachmittelschule in Bratislava statt.

 

Der zweite Schwerpunkt des Austauschs der beiden Schulen war die Teilnahme an einer Pilotprüfung des Cambridge Certificate, die mit den Schülern an der Partnerschule durchgeführt wurde. Die guten Erfahrungen der Schule in Bratislava ist für die Koblenzer Realschule sehr informativ, zumal sie sich aufmachen will, diese Sprachprüfungen mit aktiven Sprachtestungen im Hörverstehen, Schreiben und Leseverständnis in Koblenz einzuführen. Daher war die Testung auch ein wichtiger Programmschwerpunkt des Austauschs.

 

Ein Besuch im Bowling-Center, ein lustiger Nachmittag in der Kletterhalle, ein gemütlicher Pizzaabend – all das darf natürlich neben den inhaltlichen Bausteinen dieser Schülerbegegnung nicht fehlen. „Wir haben uns viel besser kennengelernt“,  meinte Filip, der Gastschüler von Gabriel, „ ja, und wir haben viel Deutsch sprechen können!“ Und Liza fühlte sich in ihrer Gastfamilie fast ein bisschen wie zu Hause. „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, das hat mir gefallen.“

 

In diesem Jahr soll die Kooperation zwischen Koblenz und Bratislava weitergeführt werden: es steht das Betriebspraktikum in Koblenz an, zu dem die slowakischen Schüler eingeladen sind dabei mitzumachen.

 

Fazit: Mit vielen Eindrücken im Gepäck, mit der Erfahrung, neue Freundschaften gewonnen, ja sie sogar vertieft zu haben und mit dem Plan, die Sommerferien in Bratislava zu verbringen, traten alle deutschen Teilnehmer von „KoBra“ nach einer abwechslungsreichen und inspirierenden Woche wieder die Heimreise Richtung Koblenz an.

 

 

 

Karoline Herz

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