Das "Letzte!"

 

Vandalismus auf dem Schulgelände

 

 

Respektlose Aktion, ehrlich!“ So der O-Ton der Schüler, als wir vor unserem Fahrradcontainer auf dem Schulhof stehen. Was ist passiert? „Unser Container ist total beschmiert, gedankenloses Zeug wurde drauf gesprüht. Wir sind echt sauer. Und auch die Wände ringsherum wurden mit dämlichen Sprüchen und Graffitis beschmiert.“ Man spürt richtig, wie sauer und auch enttäuscht alle sind.

                      Das Schülerzeitungsteam vor Ort: Athittaya, Svenja, Jan-Felix und Jason (v.l.n.r.)

 

 

In unserer Projektwoche vor wenigen Wochen im Juni 2022 wurde nämlich eine coole Aktion gestartet, den Fahrradcontainer auf unserem Schulhof mit Farbe und Graffitis aufzupeppen.

 

Schon von weitem kann man erkennen, dass hier echte Künstler, echte Sprayer am Werk waren, die alles dafür getan haben, dass der graue Blechcontainer farbenfroh, bunt und peppig aussieht.

 

Die Projektgruppe unter der Leitung von Daniel Schmitz hat sich viele Gedanken um die Gestaltung gemacht.

 

 

Weil wir seit diesem Schuljahr ja „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind, wollten alle, dass dieser Gedanke auf dem Container auch abgebildet ist. Deswegen:

bunte Comic-Figuren und der Schriftzug für unsere Schule wurden drauf gesprayt und am Schulfest stolz der ganzen Schulgemeinschaft präsentiert. Starke Leistung!

Um so enttäuschter waren wir, als wir jetzt entdecken mussten, dass der Container beschmiert ist. Die Schrift wurde sinnlos übersprüht, weitere Graffitis wurden ebenfalls an die Wände ringsherum geschmiert.

 

Wir, die Abschlussklasse 10 c, sind auf den Hof gegangen und haben uns selbst ein Bild von dem Container gemacht. Unglaublich, wie bescheuert muss man sein?“ , sagen Svenja und Patrizia von der SV. „ Das ist asozial und völlig unnötig!“ Was tun?  " Jeder von uns hat ein Statement geschrieben, sozusagen unsere „letzte“ Botschaft an die Schule und alle, die es interessiert, bevor wir unsere Schule auf der Karthause verlassen. Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, das ist die Botschaft, die vor allem durch die Projektwoche in den Köpfen aller Schüler bleibt. Und nichts anderes!"

 

 

Zeigen wir also „Courage“ !

                                                                                     

                                                                                                             

 

 

Hier kommen die Statements, die die 10 c dazu geschrieben hat:

 

 

Ich als Streitschlichter*in und Mitglied im SV Team finde, dass so etwas absolut nicht in Ordnung ist. Die Arbeit dahinter und die Botschaft, die damit ausgesprochen werden soll, wird missachtet und in den Dreck gezogen. Die ganze Arbeit dahinter wurde respektlos behandelt. Ich bin froh, dass das Übersprühen des Kunstwerks unserer Schule strafrechtlich verfolgt wird.

Von Dana aus der 10 / Streitschlichter / SV-Team

 

Meiner Meinung nach ist so etwas einfach unter der Gürtellinie. Taggen oder Sprayen ist ja noch okay. Aber an einen Container zu sprayen, der sich deutlich zu einem aktuellen Thema positioniert, was auch unter den Schülern sehr präsent ist, ist kein toller Weg. Die Schule wird so in einem schlechtem Licht präsentiert. So einer Kacke sollte man keinerlei Toleranz lassen!

Ich selbst bin ein großer Fan dieser Kunstart, aber so was ist meiner Meinung aber keine Kunst.

 Von Fritz aus der 10

 

Ich finde es sehr traurig, dass es immer noch Leute gibt, die so etwas unterstützen. Die Schüler haben sich viel Mühe gegeben. Ich verstehe nicht, warum man das zerstören muss. Ich finde so etwas asozial & unnötig. Man müsste so etwas unbedingt verhindern.

Man sollte solche Projekte besser schützen.

Von Juline aus der 10

 

Die Schüler und der Lehrer haben sich viel Mühe und Gedanken gemacht, wie sie den Container gestalten. Das Ergebnis ist sehr schön geworden, aber leider wurde es zerstört. Ich finde es ziemlich asozial, dass man so etwas einfach ohne Sinn zerstört. Für die Zukunft könnte man vielleicht so etwas nur auf dem abgesperrten Schulgelände machen, damit das nicht nochmal passiert.

Man weiß leider nie, warum Menschen so etwas Negatives machen.

Von Maria aus der 10

 

Ich finde es echt sehr schade, was mit dem Container gemacht wurde, weil „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ wurde ja nicht aus Spaß dahin geschrieben, sondern weil das sozusagen das Markenzeichen unserer Schule ist. Ich hoffe einfach, dass die Leute, die so etwas machen, gefunden werden und ihre gerechte Strafe bekommen.

Von Julian aus der 10 / Streitschlichter

 

 

Ich dachte als Erstes, als ich hörte, dass der Container besprüht wurde, dass das doch wohl ein schlechter Scherz sei, aber als ich mehr davon erfuhr und wir als Klasse auch dort zum Container gingen, sah ich das ganze Ausmaß. Ich finde, dass so etwas nicht einfach so gemacht werden sollte, vor allem nicht, wenn es so ein wichtiges Thema darstellt, ich kann komplett verstehen, wenn unser Schulleiter und die Schüler*innen, die das Kunstwerk zusammen hergestellt haben, nun echt sauer und enttäuscht sind, dass der Container besprüht wurde, ich bin es auch.

Von Jan-Felix aus der 10 / Schülerzeitung

 

So was ist respektlos und ich finde, diese Aktion wurde einfach gemacht, ohne groß über die Mühe der Schüler nachgedacht zu haben. Andere gucken weg, wenn so etwas passiert und leider passiert es zu oft.

Von Patrizia aus der 10

 

 

Dieses Verhalten finde ich gar nicht gut, es ist asozial und respektlos. Dieses Projekt war wichtig für die Schüler, unsere Schule und die Lehrer. Unsere Schule hat sich sehr viel Mühe damit gegeben, um es zu machen und zu organisieren. Diese Leute haben wirklich kein Gefühl dafür. Es ist auch unser Schulgelände, man sollte überlegen, es geschlossen zu halten, damit es nicht zerstört wird. Unsere Schule probiert wirklich, das Verhalten aller nach dem Motto “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ zu achten. Wir haben viele Nationalitäten in unserer Schule Wir probieren jeden Tag, uns zusammen zu verstehen und helfen uns gegenseitig. Das sollte auch so bleiben, egal, was auf den Container geschmiert worden ist.

Von Weronika aus der 10

 

Ich finde das Graffiti nicht in Ordnung, weil es erstens Vandalismus ist und kein gutes Licht auf die Schule wirft. Außerdem kostet die Reinigung alle viel Geld. Ich finde, die Verantwortlichen sollten das bezahlen.

Von Constantin aus der 10

 

 

GOOD NEWS:

 

 Die Stadt Koblenz hat inzwischen unserer Schule versprochen, dass der Container gereinigt und wieder neu gestaltet werden kann. Daniel Schmitz, der Graffiti-Künstler, war schon bei Herrn Dobbertin und überlegt, wann und wie  das passieren soll. Wir halten euch auf dem Laufenden!

 

 

                                                                       Text: Jan-Felix Kirschbaum 10 c und die gesamte Redaktion

 

...und zum Schluss:

 

 Dies war unser letzter Artikel, den wir als Redaktionsteam der Schülerzeitung in diesem Schuljahr für die „Click on!“ geschrieben haben.

Leute,

 wir brauchen neue Redakteure für das kommende Schuljahr, die Lust haben, unsere Arbeit weiterzuführen:

 

Engagiert euch für etwas,

 

 macht was für unsere Schule!

 

 Wir brauchen DICH!

 

 

Wir werden die Zeit in unserer Redaktion vermissen,

es war immer schön, lustig und entspannt. Macht’s gut! Haut rein!

 

 

Tschüss!“

 

sagen Svenja, Jason, Atitthaya, Nina und Jan-Felix aus der 10 c