Realschule-Plus auf der Karthause nimmt Einblick in Berufswelt

 

Über 220 Schüler absolvierten Betriebspraktikum

 

„Gehst du nicht mehr in die Schule? Dich kenn ich doch vom Sehen vom Schulweg morgens“, diese und ähnliche Fragen wurden in den beiden ersten Februarwochen öfters gestellt in Geschäften auf der Karthause, in Einrichtungen in der Stadt und in der näheren Umgebung. „Doch“, lautete die Antwort fast einstimmig, „wir haben grade Betriebspraktikum.“

 

Wenn im Rahmen des Berufswahlkonzepts der RS Plus auf der Karthause über 220 Schüler ausschwärmen, um einen Blick hinter die Kulissen ihres Wunschberufs zu werfen, bedeutet das einen großen Aufwand. Dieser aber lohnt sich, denn aus manchem gut vorbereiteten und mit Interesse und Engagement durchgeführten Praktikum wird die Aussicht auf einen Ausbildungsvertrag. „So ein Praktikum ist immer gut, ich merke, was im Beruf so ist, wie ich es mir vorgestellt habe, was ganz anders ist, und ob der Beruf auch wirklich was für mich ist“, erklärt ein Neuntklässler, während er mit gekonnten Handgriffen Ware sortiert und ein Regal einräumt.

 

Bei der Berufsorientierung werden die Kinder ab der Klassenstufe 6 an der Realschule Plus auf der Karthause Schritt für Schritt, Klasse für Klasse, durch ein aufeinander aufbauendes Konzept unterstützt. So wird der Weg zum geeigneten Ausbildungsplatz, zum ersten Schritt in die Arbeits- und Berufswelt  fachmännisch und abwechslungsreich begleitet.

 

Startsignal gibt ein Projekttag am Ende der Klasse 6, an dem der BO-Ordner, eine Art Tagebuch zur Berufsorientierung, eingeführt wird. Im Laufe der folgenden drei Schuljahre wächst der Ordner, mit Selbsteinschätzungen, Fremdeinschätzungen, der Sammlung von Interessen, Fähigkeiten, Informationen – kurzum allem, was dem Einzelnen hilft, sich für eine Berufsrichtung zu entscheiden. Stärken und Talente werden herausgefunden, manch einer ist überrascht, dass sich das Talent beim Hobby in den Anforderungen an einen Beruf wiederfindet.

In der Klasse 7 steht eine erste Betriebserkundung auf dem Programm.

In der Klasse 8 erfahren die Schüler und Schülerinnen  während  der drei Berufsorientierungstage Grundsätzliches zu Verhalten im Betrieb, Erwartungen, Rechten und Pflichten von Praktikanten, Sicherheit am Arbeitsplatz und rechtlichen Hintergründen. Derart gerüstet kann das einwöchige Betriebspraktikum beginnen. Die Neuntklässler dann vertiefen ihre Einblicke in den Arbeitsalltag in einer weiteren Woche Praktikum. Während dieser Zeit werden sie von ihren Lehrkräften besucht. Im Nachgang werden die praktischen Erfahrungen im Unterricht reflektiert, im BO-Ordner, dem Berufsorientierungstagebuch, dokumentiert und die Erfahrungen den Klassenkameraden präsentiert. So kann die Schule auf die gesammelten Inhalte zurückgreifen, um mit den Schülern eine realistische Berufswahlentscheidung vorzubereiten und sie beim Übergang Schule-Beruf unterstützen.

 

11.2.2014                               Susanne Beyer

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