Schule mit Maske

 

Unterricht in Zeiten von Corona

 

Heute ist also der Tag gekommen, an dem dieses verrückte Schuljahr zu Ende geht, die Sommerferien stehen vor der Tür, aber in diesem Schuljahr war alles ganz anders.

Schulschließung ab dem 13. März über Wochen, ja Monate, Homeschooling mit wöchentlichen Aufgaben auf der Homepage, all das stellten Schüler, Eltern und auch Lehrer vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Manche Schüler waren schnell damit vertraut und konnten rasch eine Routine in ihrem Alltag zu Hause  entwickeln, anderen fiel es schwer, sich mit dieser neuen Situation zurechtzufinden und fanden nur schwer den Weg zu den Aufgaben.

 

Dann kam der Mai und damit die langsame Schulöffnung. Aber Schule und Unterricht gestalteten sich jetzt völlig anders. Und darauf mussten alle sich einstellen. Jeden Morgen versammelten sich die ankommenden Schüler vor dem Eingang klassenweise zum Unterricht. Mit der rechten Schulter immer an der Wand entlang ging es nun mit Mund- und Nasenbedeckung hintereinander im Gänsemarsch in ihre Klassenräume, vorbei an Herrn Dobbertin, der jeden Morgen alle Schüler persönlich mit seiner Desinfektionsflasche begrüßte und es sich nicht nehmen ließ, damit die Hände aller Schüler zu besprühen. So ging es weiter hinauf in die Klassenräume, mit Abstand standen die Bänke hintereinander, 1,50 Meter war der vorgeschriebene Abstand. Die Klassen waren aufgeteilt in zwei Gruppen und so saßen wir mit 10 oder 12 wenigen Schülern in dem Klassenraum und der Unterricht konnte beginnen.

 

Um halb zehn dann die erste Pause. Und im gleichen Gänsemarsch mit der Maske auf Mund und Nase ging es dann hinunter auf den Hof. Essen und Trinken konnte man mit diesen Masken ja nicht, deswegen wurde das vorher oder nachher im Klassenraum gemacht. Es galten nun plötzlich ganz andere Regeln, auf die sich alle einstellen mussten, Schüler wie auch Lehrer.

 

Vermisst haben die Schüler aber schon so einiges, wie sie in manchen Stunden erzählt haben. Vermisst haben sie vor allem, dass sie nicht als ganze Klasse zusammen sein konnten, sondern nur in den A- und B- Gruppen. „Und wesentlich ruhiger sind wir!“, lachte eine 6.-Klässlerin, „den Trainingsraum brauchen wir jetzt gar nicht mehr!“ Stimmt, der Trainingsraum, der war in den Corona-Tagen geschlossen.

 

Kleine Klassen machten es möglich - etwas worüber man auch nach Corona nachdenken sollte.

 

Die Schülerzeitung Click on und Karoline Herz